31.03.2026, 12:49 Uhr (Veröffentlicht von Reiten)

Direkt nach der Karnevalszeit war auf der Reitanlage in Ostenland richtig viel los: Vier Wochen lang drehte sich alles um die Vorbereitung auf verschiedene Reit- und Longierabzeichen. Dass dieses Event für so viele Pferdeinteressierte so kompakt stattfinden konnte, ist einer logistischen Meisterleistung zu verdanken.

Unter der Leitung von Andrea Diekotto und Simone Berndt lief der Lehrgang neben dem Alltagsgeschäft der Zucht-, Reit- und Fahrabteilung. Allein 96 Stunden Reitunterricht wurden bis zur Prüfung absolviert – die unzähligen Theorieeinheiten noch gar nicht mitgerechnet. Für die Ausbildung waren, neben den beiden Lehrgangsleiterinnen, Christina Wiesing, Monika Düsterhus, Yvonne Simon, Judith Peitzmeyer, Felicitas Diekotto, Marie Manfraß und Kathrin Lammers verantwortlich.

Dank des großen Ausbildungsteams konnte die Schulung der 59 Teilnehmer (davon 45 aus dem eigenen Verein) auf viele Schultern verteilt werden. Die Vermittlung des theoretischen Wissens erfolgte mit viel Praxisnähe. Der Stall, der Putzplatz und sogar der Parkplatz, zum Üben des Verladens, wurden zum Klassenzimmer. Neben Dressur und Springen bildete die Bodenarbeit einen großen Schwerpunkt.

Am Prüfungstag herrschte von 8:00 bis 18:00 Uhr Hochbetrieb auf der gesamten Anlage. Ein detaillierter Zeitplan, der eine ganze Seite füllte, sorgte für den reibungslosen Ablauf. Teilweise prüften alle 4 Richter parallel in verschiedenen Disziplinen. Das Wetter spielte den Organisatoren dabei in die Karten: „Ohne den strahlenden Sonnenschein wäre es kaum möglich gewesen, alle Prüfungen an einem einzigen Tag abzunehmen. Nur so konnten wir auch die Außenplätze zusätzlich nutzen“, waren sich Simone Berndt und Andrea Diekotto einig.

Die Richter Bianca Brinkhoff, Ralf Kleemann, Heiner Krins und Jennifer Schäfer-Nolte zeigten sich nicht nur von der Größe des Lehrgangs beeindruckt, sie waren vor allem von der Qualität der Ausbildung begeistert. Ob beim Pferdeführerschein, den Reitabzeichen 9 bis 4 oder dem Longierabzeichen 5, theoretisches Wissen und praktische Übungen wurden zur absoluten Zufriedenheit ausgeführt.

Als jüngste Absolventin zeigte die siebenjährige Rosalie im Pferdeführerschein, dass sie aus dem Theorieunterricht richtig viel Wissen mitgenommen hat und wie sicher sie ihr Pony Willy im Bodenarbeitsparcours vorstellen kann.

Während auf den Plätzen volle Konzentration herrschte, konnten die Pausen in der Reiterstube im Pavillon verbracht werden. Bei erstklassiger Verpflegung wurde durchgeatmet, alles nochmal durchgesprochen und mitgefiebert. Diese familiäre Atmosphäre nahm den Prüflingen viel Aufregung und machte den Tag zu einem echten Gemeinschaftserlebnis bei ganz toller Stimmung.

Am Abend konnten alle Teilnehmer ihre Urkunden in den Händen halten und sagen „Ich habe bestanden!“ Die große Erleichterung war spürbar, bei Teilnehmern, Eltern und Ausbildern. Dieser Sonntag ist ein schöner Beweis dafür, was ehrenamtliches Engagement bewegen kann.

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